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Natrix natrix persa (Streifen Ringelnatter)

Ringelnattern sind weitgehend tagaktiv und beginnen den Morgen mit einem ausgiebigen Sonnenbad. Sie leben vorzugsweise in der Nähe von Gewässern aller Art und können gut schwimmen und tauchen. Aber auch weitab von Gewässern findet man sie in feuchtem Gelände. Sie sind nicht so stark auf Wasser angewiesen wie etwa die Vipernnatter (Natrix maura) oder die Würfelnatter (Natrix tessellata). Im Gebirge können sie bis in eine Höhe von 2.300 Metern vorkommen.

 

Ringelnattern ernähren sich vorwiegend von Amphibien und fressen dabei nur lebende Beute. Die Jungschlangen fressen Kaulquappen, Regenwürmer und kleine Fische. Ihre natürlichen Feinde sind Greifvögel, Igel, Katzen, leider auch bei uns der Waschbär sowie der Mensch.

Durch ständiges Züngeln ortet die Ringelnatter die Beute, um dann langsam immer näher heranzuschlängeln und schließlich blitzartig zuzustoßen. Größere Beutetiere werden umschlungen, um sie zusätzlich zu schwächen beziehungsweise zu strangulieren. Rührt sich das Beutetier nicht mehr oder nur schwach, wird es bezüngelt und dann im Ganzen heruntergewürgt.

Den Winter verbringen die Ringelnattern in einer Winterstarre in Komposthaufen, frostfreier Erde, Baumstubben oder Laubhaufen. Sie verlässt dieses Versteck im März bis April, abhängig von den Außentemperaturen. Ringelnattern werden über 20 Jahre alt.

Ringelnattern verpaaren sich nach der ersten Frühjahrshäutung im April und Mai. Dabei versammeln sie sich häufig in großen Paarungsgruppen von bis zu 60 Tieren, wobei immer mehr Männchen als Weibchen vorkommen. Eine Balz oder ein Vorspiel gibt es nicht. Kopulierende Paare bleiben längere Zeit verbunden, wobei die Hemipenes, die Kopulationsorgane des Männchens, in die Kloake des Weibchens verhakt sind.

Die Eiablage erfolgt im Juli bis August. Das Gelege kann bis zu 40 Eier groß sein.

Die Ringelnatter steht auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten und ist durch Naturschutzgesetze und Verordnungen geschützt. Sie darf weder verfolgt noch belästigt werden. Da sie, wie oben beschrieben, harmlos ist, sollte man sich eher freuen, wenn man ein solches Tier zu Gesicht bekommt. Wer eine Schlange jedoch fängt, sie verletzt oder tötet, handelt grob gesetzeswidrig.

Die Verbreitung der Ringelnatter erstreckt sich über das Nordwestliche Afrika die Iberische Halbinsel, ganz Mittel- und Osteuropa die Alpenländer eingeschlossen bis in das mittlere England, in den südlichen Teilen Skandinaviens und im nördlichen Rußland, Korsika, Sardinien, Italien mit Sizilien, auf dem Balkan, Griechenland, Türkei, Südrußland sowie im Norden Iran.

Gelege von Natrix natrix persa

Schlupf von Natrix natrix persa

Es sind 9 Unterarten beschrieben worden:

Natrix natrix natrix, Natrix natrix astreptophora, Natrix natrix cetti, Natrix natrix corsa, Natrix natrix helvetica, Natrix natrix persa, Natrix natrix schweizeri, Natrix natrix sicula, Natrix natrix scutata

 

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